Warum Aikido

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"Aikido?"
"Das ist doch kein echter Kampfsport!"
"Das dauert viel zu lange bis man das lernen und sich selber verteidigen kann!"
"Keine Chance in einem wirklichen Kampf gegen einen geübten und aggressiven Gegner zu bestehen!"

So oder ähnlich klingen die Kommentare, wenn es darum geht ein Urteil über Aikido abzugeben - und sie sind meines Erachtens völlig berechtigt:

  1. Ja, Aikido ist kein echter Kampfsport, sondern vielmehr eine betont defensive Kampfkunst mit dem Ziel die Kraft des gegnerischen Angriffs abzuleiten und den Gegner mit derselben Kraft vorübergehend angriffsunfähig zu machen. Dies geschieht insbesondere durch Wurf- und Haltetechniken. Die Aikido-Techniken dienen so der Abwehr und Sicherung und nicht einem offensiven Angriff. Die Kunst besteht nicht darin zu kämpfen sondern darin den Kampf zu vermeiden und damit zu lernen mit sich selber und anderen in Konfliktsituationen umzugehen - zu lernen zur richtigen Zeit (Timing)  am richtigen Ort (Distanz) zu sein  (das kann auch bedeuten, dass man erkennen lernt, wann man einem Konflikt aus dem Weg gehen soll).

    All diese Aspekte sind in jeder geübten und gelernten Technik mit drin und können zudem noch in den Alltag, ins Familienleben und ins Berufsleben übertragen und angewandt werden!

  2. Ja, das dauert viel zu lange bis man das lernen und sich selber verteidigen kann, falls das denn die Motivation sein sollte... Es dauert auch lange bis man z.B. als Sportler oder Musiker ein Niveau erreicht, welches der Perfektion am nächsten kommt - denn: sich selber verteidigen zu können verlangt entweder nach perfektem technischen Niveau oder nach einer dem Gegner überlegeneren Waffe...

    Im Aikido, ist ganz klar der Weg im Sinne von Punkt 1 das Ziel! Es spielt keine Rolle, wie lange dieser dauert - man sucht hier nicht den Kampf, also muss man sich auch nicht zu verteidigen lernen - für diese Motivation gibt es geeignetere Disziplinen mit all ihren Konsequenzen.

  3. Ja, man hat keine Chance in einem wirklichen Kampf gegen einen geübten und aggressiven Gegner zu bestehen, denn Aikido ist dazu völlig ungeeignet: Sobald es um einen Kampf geht, geht es um Wettbewerb - wer ist der Stärkere?, wer ist der Sieger? - und das ist genau das, was man im Aikido zu vermeiden lernt!

    Vielmehr geht es darum, mit Hilfe der Techniken und Varianten stets den richtigen Zeitpunkt, die richtige Distanz und das richtige Verhalten bei einer allfälligen Gewalteinwirkung zu finden. Das Spektrum reicht hier von Ausweichen, wenn jemand zu Nahe kommt, bis zum Weglaufen zur Vermeidung des Konflikts.

Fazit

Es ist die ständige körperliche (Ausdauer, Körperwahrnehmung, beidseitige Körperbeherrschung) und mentale (Konzentration, Selbstbewusstsein, Selbstvertrauen) Herausforderung und Förderung der beiden Aspekte, welche viele Aikido-Übende so sehr an dieser Kampfkunst schätzen und die sie zusammen mit ihren jeweiligen Übungspartnern weiter entwickeln wollen.

Aikido Erwachsene

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